Umwelt

Wer mit dem Auto nach Straßburg fährt, braucht die französische Umweltplakette.

Als Maßnahme gegen Feinstaubbelastung und hohe Ozonwerte führt die Eurométropole Straßburg am 1. November 2017 eine Umweltplakette für motorisierte Fahrzeuge ein. Auch ausländische Fahrzeuge – Pkw, Motorräder, Lkw und Busse – müssen mit der Plakette ausgestattet sein, wenn sie an Tagen mit hoher Luftverschmutzung im Großraum Straßburg fahren möchten. Die deutsche grüne Feinstaubplakette ist dort nicht gültig. Der Eurodistrikt setzt sich jedoch für eine wechselseitige Anerkennung der beiden Systeme ein. Die französische Umweltplakette kostet 4,80 Euro (inkl. Portokosten ins Ausland) und kann ganz einfach über die deutsche Internetseite der französischen Regierung erworben werden.

Besonders in den Wintermonaten werden in Straßburg häufig hohe Feinstaubwerte gemessen; im Sommer steigen die Ozonwerte manchmal über den EU-Grenzwert. An Tagen mit hoher Schadstoffbelastung hat die Stadt bisher unter anderem die Preise für den öffentlichen Nahverkehr gesenkt, um Menschen dazu zu bewegen, vom Auto auf umweltfreundlichere Transportmittel umzusteigen. Diese Maßnahme wird nun um das Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Umweltplakette oder mit zu hohem Schadstoffausstoß ergänzt. Es greift, wenn bestimmte Grenzwerte für den Ozon- oder Feinstaubgehalt in der Luft an drei Tagen in Folge überschritten wurden und gilt im gesamten Straßennetz der Eurométropole de Strasbourg. Anzeigen mit der Aufschrift „Circulation différenciée“ werden darauf hinweisen, dass das Fahrverbot gilt. Der Eurodistrikt wird über Facebook jeweils aktuell darüber informieren.

Die neue Vignette gibt es in sechs verschiedenen Farben: Grün steht zum Beispiel für sehr umweltfreundlich, also für Elektroautos. Je nach Fahrzeugklasse und -alter werden außerdem violette, gelbe oder orangefarbene Plaketten zuerkannt. Wem bei der Angabe seiner Fahrzeugdaten im Internet angezeigt wird, dass er eine rote oder graue Plakette bekommt, weiß bereits, dass er aufgrund des hohen Schadstoffausstoßes seines Autos bei hoher Luftbelastung im Großraum Straßburg nicht fahren darf. Betroffen vom Fahrverbot sind unter anderem Dieselautos, die älter als zwölf Jahre sind und Autos mit Benzinantrieb, die älter als 21 Jahre sind, sowie diesel- und benzinbetriebene Motorräder, die vor mehr als 13 Jahren gebaut wurden. Für Lkw und Wohnmobile gelten gesonderte Regelungen.

Die Umweltplakette „Crit’Air“ kann ab sofort auf der Internetseite der französischen Regierung zu einem Preis von 4,80 Euro bestellt werden; darin sind die Versandkosten bereits enthalten. Es wird davor gewarnt, sie über andere Websites zu kaufen, wo unseriöse Anbieter höhere Preise verlangen.

Die Plakette ist so lange gültig, wie sie lesbar ist. Sie gilt nicht nur auf dem Gebiet der Eurométropole de Strasbourg, sondern auch in anderen französischen Städten, wie Paris, Grenoble und Lyon. Wer an Tagen mit hoher Schadstoffbelastung ohne Umweltplakette gesichtet wird, muss in Straßburg mit Bußgeldern zwischen 45 und 135 Euro rechnen. Die Höhe der Geldbußen richtet sich nach Fahrzeugtyp und -größe.

Alle Informationen und Bestellformulare finden sich unter diesem Link: www.certificat-air.gouv.fr/de/

Hintergrund

Hohe Ozon- und Feinstaubmengen in der Luft werden als potentiell gesundheitsschädlich eingestuft. Vor allem bei älteren Menschen, Kindern oder Schwangeren können sie zum Beispiel zu Atemwegsbeschwerden führen. Werden bestimmte Grenzwerte überschritten, ruft die Stadt Straßburg deshalb Ozon- oder Feinstaubalarm aus. 

aktuell

Auch bei der diesjährigen Oberrheinmesse (30. September bis 8.

Am 12.10.2017 organisiert die Stadt Straßburg die zweite Ausgabe der Gesundheitskonferenz „

Als Maßnahme gegen Feinstaubbelastung und hohe Ozonwerte führt die Eurométropole Straßburg am 1.