Mobilität

Bus 280 - Neue öffentliche Buslinie Erstein-Lahr - 2020

Aktualität: Um während der Corona-Krise Ihrer aller Sicherheit zu gewährleisten, gilt aktuell eine Maskenpflicht an Bord und wir bitten Sie, den Sicherheitsabstand zu wahren.

Am 1. September 2020 wurde die erste öffentliche grenzüberschreitende Regionalbuslinie auf dem Gebiet des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau zwischen den Bahnhöfen der Städte Erstein und Lahr in Betrieb genommen. Mit einer symbolischen Jungfernfahrt in zwei Bussen von Deutschland und von Frankreich aus zum Rheinübergang Nonnenweier / Gerstheim und der dort eigens eingerichteten Sonderhaltestelle „Rheinblick – Vue sur le Rhin“, weihten die Kooperationspartner Ortenaukreis, Region Grand Est, Departement Bas-Rhin, Gemeindeverband Canton d’Erstein sowie politische Vertreter des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau und der umliegenden Kommunen das neue grenzüberschreitende Pilotprojekt ein, mit dem die Mobilität in einem zunehmend vernetzten europäischen Raum gestärkt werden soll.

 

Historischer Meilenstein für die grenzüberschreitende Mobilität im Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau

In den vergangenen drei Jahren (2017-2020) hatte der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau auf derselben Strecke einen grenzüberschreitenden Sonderlinienverkehr für Arbeitnehmer betrieben, angepasst an die Schichtarbeitszeiten der umliegenden Unternehmen. Dank dieser Vorbereitung konnte nun ein großer Schritt weiter gegangen und eine nunmehr öffentliche Linie für alle Bürgerinnen und Bürger eingeführt werden. Mit dem neuen Busangebot schließen die Projektpartner eine grenzüberschreitende ÖPNV-Lücke im Raum Erstein-Lahr, um so nicht nur den deutsch-französischen Pendlerverkehr, sondern zukünftig auch den grenzüberschreitenden Tourismus- und Freizeitverkehr in der Region zu erleichtern und zu stärken. Die Einweihung der neuen deutsch-französischen Linie ist damit krönender Abschluss und verdienter Erfolg der seit mehreren Jahren vom Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau intensiv betriebenen Mobilitätsinitiative für eine engere und umweltgerechtere Verzahnung des grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehrs auf seinem Gebiet.

 

Neue öffentliche Buslinie 280

Die neue grenzüberschreitende Buslinie wird fortan als Linie 280 in das Busverkehrsnetz Fluo67 der Region Grand Est integriert und steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Die Fahrtenpaare wurden im Vergleich zum vorherigen Sonderlinienverkehr des Eurodistrikts verdoppelt. Somit verkehrt die Linie 280 für eine Testphase von zunächst zwei Jahren sechsmal täglich (Mo-Sa, ausgenommen an Tagen, die in Deutschland UND in Frankreich frei sind) auf ihrer grenzüberschreitenden Strecke mit insgesamt 13 Haltestellen zwischen dem Bahnhof Erstein und dem Bahnhof Lahr hin und her, gut vertaktet mit den jeweiligen nationalen Bus- und Zugnetzen. Die aktuellen Fahrzeiten können im Bereich ‚Download‘ unten auf dieser Seite konsultiert werden.  

Der grenzüberschreitende Bus 280 verkehrt in den zwei unterschiedlichen Tarifsystemen der TGO (Ortenaukreis) und Fluo67 (Region Grand Est). Im Sinne einer einfach handhabbaren Regelung werden die Fahrkarten gegenseitig anerkannt, entscheidend für den jeweiligen Fahrpreis ist der Ort der Ausstellung der Fahrkarte. Das Fahrkartensystem an Bord des Busses ist technisch so ausgerüstet, dass Fahrkarten beider Tarifsysteme ausgestellt werden können.

Die Bustickets sind im Bus zu erwerben. Das Fahrkartenangebot ist vorerst auf Einzeltickets und Monatsabos begrenzt.

Ab Frankreich: Einzelticket = 2,50 € / Monatsabo = 52,50 €

Ab Deutschland: Einzelticket = 2,65 € / Monatsabo = 50,20 €

 

Ein neues INTERREG-Projekt

Die grenzüberschreitende Buslinie Erstein-Lahr wird in Höhe von 50% durch das Programm INTERREG V Oberrhein gefördert. Hinzukommt eine gemeinschaftliche Finanzierung durch den Ortenaukreis, die Region Grand Est, das Departement Bas-Rhin und den Gemeindeverband Canton d’Erstein. Anteilig dem Streckenverlauf trägt der Ortenaukreis dabei 60 %, die Region Grand Est 28 % und das Departement Bas-Rhin sowie der Gemeindeverband Canton d’Erstein jeweils 6 % der Betriebskosten. Der Eurodistrikt ist auch im INTERREG-Projekt weiterhin Partner und übernimmt die Kommunikation.

Downloads