Wirtschaft & Arbeitsmarkt

Eurodistrikt startet sein Berufsprofiling für Jugendliche beiderseits des Rheins

Der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau bietet Schulen die Möglichkeit, an einem Projekt der Berufsorientierung, welches jedem Schüler individuell die passenden Berufsgruppen und Studiengänge aufzeigt, teilzunehmen. Der Startschuss des Pilotprojektes wurde heute in Straßburg mit 42 deutschen und französischen Schülern des Collège Episcopal Saint Etienne und des Oberkircher Hans-Furler Gymnasiums gegeben.

Viele Schulabgänger, ob Deutsche oder Franzosen, stehen jedes Jahr vor der Frage: Was mache ich nach der Schule – Ausbildung oder Studium? Den meisten fällt eine konkrete Antwort schwer. Der Eurodistrikt bietet deshalb ein wissenschaftlich fundiertes Testverfahren, das vom Institut für Berufsprofiling in Stuttgart entwickelt und im Auftrag des Eurodistriktes auch ins Französische übersetzt wurde, an.

So prüft das Eurodistiktprofiling in etwa drei Stunden alle berufsrelevanten Merkmale der SchülerInnen. Sie werden auf ihre kognitiven, beruflichen, akademischen, sozialen und sprachlichen Fähigkeiten sowie auf ihr Verhalten, ihre Neigungen, Interessen und Qualifikationen getestet.

Die Ergebnisse werden mit den Anforderungsprofilen von über 68 Berufsgruppen und 120 Studiengängen abgeglichen. Der Test liefert dementsprechend den jungen Leuten klare Ergebnisse über ihre beruflichen Präferenzen und Fähigkeiten. Sie erfahren Details über ihre persönlichen Stärken und Schwächen und erhalten konkrete Berufsvorschläge, die in einem Eignungszertifikat aufgelistet und beim zukünftigen Arbeitgeber als Orientierungs- und Einstellungshilfe vorgelegt werden können.

Das Profiling eignet sich für SchülerInnen der Klassenstufen 8 bis 11 (troisième bis terminale in Frankreich).

Es wird vom Eurodistrikt denjenigen Klassen angeboten, deren Schulen eine deutsch-französische Schulpartnerschaft auf dem Eurodistriktgebiet abgeschlossen haben. Ziel ist es, dass die Klassen sich treffen, um gemeinsam den Test zu absolvieren und im Anschluss bspw. ein Unternehmen oder eine Institution gemeinsam besuchen. Die  dadurch entstehenden Reisekosten können über den Eurodistriktfonds zur Förderung der Zweisprachigkeit abgewickelt werden. So will der Eurodistrikt zugleich auch die Anzahl der deutsch-französischen Schulaustausche auf seinem Gebiet stärken, die eine wichtige Rolle dabei spielen, dass junge Menschen ihre Nachbarn und ihr Gebiet auch in einer 360°-Perspektive wahrnehmen und kennenlernen.

Schulen, die noch eine Partnerschule suchen, können das Geographische Informations-System (GIS), das demnächst auf der Internetseite des Eurodistrikts eingestellt wird, benutzen. Das GIS zeigt alle deutschen und französischen Schulen und deren Kontaktdaten im Eurodistriktgebiet an.

(Fotos ©: Jérôme Dorkel Strasbourg Eurométropole)