Prävention und Sicherheit

Bei der Verbrechensbekämpfung stellen Grenzen leider ein Hindernis dar. Aus diesem Grund legt der Eurodistrikt besonderen Wert auf das Thema der Prävention und Sicherheit.

Eine Expertengruppe zu diesem Thema ist hier sehr aktiv. Diese Gruppe „Prävention und Sicherheit“ setzt sich aus Mitgliedern verschiedener Polizeieinheiten von beiden Seiten des Rheins zusammen, um Themen der Sicherheit aus grenzüberschreitender Sichtweise zu beurteilen und neue Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung und –Vorbeugung zu entwickeln. Um die Beziehungen zwischen deutschen und französischen Polizeibeamten zu stärken, wurden binationale Tandems geschaffen. Je ein französischer und ein deutscher Polizist nehmen an gemeinsamen Fortbildungen teil oder fahren gemeinsam Fahrradstreife. Auf diese Art und Weise lernen sie die Arbeitsmethoden des jeweils anderen Landes kennen und können ihre Erfahrungen austauschen.

Die deutsch-französischen Fahrradstreifen wurden im Mai 2013 eingerichtet und 2016 erweitert. Die deutschen und französischen Beamten sind gemeinsam präsent und kommen im Grenzgebiet und insbesondere bei Veranstaltungen mit vielen potentiellen Besuchern aus dem Nachbarland zum Einsatz. Sie erhöhen die Sicherheit der Bürger und informieren diese über ihre Arbeit.

Mit dem gleichen Ziel der Information der Bürger waren die deutsche und französischen Polizei mit der Eurometropole Strasbourg (EMS) und dem Eurodistrikt auf der Europamesse und der Oberrheinmesse mit einem gemeinsamen Stand präsent.
Personen, denen in Straßburg das Fahrrad gestohlen wurde, können auf die Seite http://www.velos-trouves.strasbourg.eu/  gehen, auf der die EMS gefundene Fahrräder aufführt, damit ihre legitimen Besitzer sie wiederbekommen können. Aufgrund des Engagements der Expertengruppe wurde diese Webseite auch auf Deutsch übersetzt, damit sie alle Einwohner des Eurodistrikts nutzen können.

Ein weiterer Fortschritt im Bereich Sicherheit konnte dank des Projekts „Frauen in sehr großer Gefahr“ verzeichnet werden. Dieses französische Projekt erlaubt es Frauen, die sich in einer sehr gefährlichen Lage befinden, ein Notfalltelephon zu verwenden, das sie direkt mit der Polizei verbindet. Die „Reichweite“ dieser Telefone wurde 2013 auf den gesamten deutschen Raum des Eurodistrikts erweitert. Ein Anruf aus Deutschland wird an das deutsch-französische Zentrum weitergeleitet und die deutsche Polizei kann vor Ort intervenieren.

Auch bei den Festen am Jahresende arbeiten deutsche und französische Polizisten eng zusammen. Da die Gesetze bezüglich des Kaufes von Feuerwerkskörpern im Elsass strenger sind als in Deutschland, versuchen viele Franzosen aus Deutschland eingeschmuggelte Ware auf der anderen Seite der Grenze zu verkaufen. Mit Hilfe aufwendiger Informationskampagnen und Grenzkontrollen bekämpft die Polizei dieses Phänomen.

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